Der Poolreiniger Scuba V3 von Aiper führt künstliche Intelligenz (KI) in die automatisierte Poolwartung ein und schließt sich damit Konkurrenten wie dem iGarden M1 Pro Max 100 und dem Beatbot AquaSense 2 Ultra an, indem er Roboter mit Unterwasserkameras ausstattet. Diese Technologie ist nicht nur eine Spielerei; Die Kameras ermöglichen es dem Roboter, Schmutz zu sehen, seinen Reinigungspfad anzupassen und Verschmutzungen effizienter zu beseitigen. Trotz der KI-Verbesserungen und einer großen Akkukapazität leidet der Scuba V3 jedoch unter überraschend kurzen Betriebszeiten.
KI-gestützte Navigation und Trümmererkennung
Die Kerninnovation des Scuba V3 ist sein KI-Vision-System. Der Roboter ist darauf trainiert, 20 Arten von Schmutz zu erkennen. Er kann zwischen Schmutz und Hindernissen unterscheiden und seine Reinigungsroute entsprechend anpassen. Durch den Einsatz von Unterwasser-LEDs wird die Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen weiter verbessert. Dies ist ein bedeutender Fortschritt in der Poolrobotik; Frühere Modelle verließen sich auf zufällige Muster oder vorprogrammierte Routen und übersahen häufig Trümmer in Ecken oder an Wänden.
Der Roboter kann auch Böden, Wände und Wasserlinien schrubben und verfügt über einen zweiteiligen Schmutzkorb mit waschbarem Netzfilter. Aiper empfiehlt jedoch, das Netz alle 30 Anwendungen auszutauschen, was für die Eigentümer laufende Kosten verursacht.
Kurze Akkulaufzeit trotz großer Kapazität
Trotz eines 10.400-mAh-Akkus beträgt die maximale Laufzeit des Scuba V3 nur drei Stunden. Das Aufladen von null dauert etwa fünf Stunden. Dies ist eine bemerkenswerte Einschränkung im Vergleich zu Wettbewerbern, die längere Reinigungszyklen anbieten. Der 3,5-Liter-Schmutzkorb ist ausreichend, der sekundäre Netzfilter erfordert jedoch häufige Wartung.
Der Roboter bietet vier Reinigungsmodi: nur Boden, Wand, Wasserlinie und automatisch. Die KI-Aktivierung wird durch ein blaues Symbol in der App angezeigt; Im Automatikmodus ist es immer aktiviert und im Bodenmodus optional.
Enttäuschende Planungsfunktionen
Die Planungsfunktion von Aiper ist unzuverlässig. Der „AI Navium“-Modus analysiert vergangene Reinigungsläufe, um einen Zeitplan zu erstellen. In Tests wurden jedoch häufig die eingestellten Zeiten ignoriert und stattdessen Reinigungszyklen über die gesamte Dauer eingeleitet, wodurch der Akku entladen wurde. Dies macht die „Leave-it-in-the-Pool“-Funktionalität unpraktisch. Die App umfasst auch eine kalenderbasierte Planung mit voreingestellten Häufigkeiten (90-, 60- oder 45-minütige Läufe), eine manuelle Überwachung ist jedoch weiterhin erforderlich.
Der Roboter sendet eine Push-Benachrichtigung, wenn die Reinigung abgeschlossen ist. Benutzer haben jedoch nur 10 Minuten Zeit, ihn herauszuholen, bevor er auf den Boden des Pools sinkt. Die empfohlene Problemumgehung besteht darin, einen 175-Minuten-Timer einzustellen, um einen rechtzeitigen Abruf sicherzustellen.
Effektive Reinigung, umständliche Wartung
In praktischen Tests schnitt der Scuba V3 gut ab und entfernte sichtbaren Schmutz von Böden, Wänden und Wasserleitungen in weniger als zwei Stunden. Die KI-Kamera hat selbst kleine Kieselsteine genau identifiziert und eingesammelt. Organischer Schmutz wurde effektiv entfernt, während die Entfernung von synthetischem Schmutz 96 Prozent erreichte. Allerdings ist die Reinigung des Filterkorbs umständlich. Das herausnehmbare Netz ist schwierig zu handhaben, insbesondere wenn es nass ist, und Schmutz bleibt häufig zwischen Netz und Korb hängen. Die meisten Benutzer werden sich wahrscheinlich eher für eine unvollständige Reinigung als für eine häufige Demontage entscheiden.
Der Aiper Scuba V3 bietet mit seiner KI-gestützten Navigation eine intelligente Poolreinigung, aber seine kurze Laufzeit und die unzuverlässigen Planungsfunktionen bremsen ihn. Trotz der effektiven Schmutzentfernung ist es aufgrund der Wartungsanforderungen und Batteriebeschränkungen eine weniger überzeugende Option als einige Konkurrenten.
