Bluesound Pulse Cinema: Eine erstklassige Sonos-Alternative mit Raum für Verbesserungen

Bluesound, ein kanadisches Audiounternehmen, das für seine hochauflösenden Multiroom-Systeme bekannt ist, ist mit dem 1.499 US-Dollar teuren Pulse Cinema in den Markt für Dolby Atmos-Soundbars eingestiegen. Dieses neue Angebot konkurriert direkt mit Sonos, insbesondere da einige Kunden aufgrund der jüngsten Softwareprobleme von Sonos nach Alternativen suchen. Ziel des Pulse Cinema ist es, audiophilen Klang in einem optimierten Paket zu liefern.

Eine direkte Herausforderung für Sonos

Seit Jahren dominiert Sonos den Premium-Soundbar-Bereich. Das Bluesound Pulse Cinema ist nicht nur ein Konkurrent; Es soll Benutzer überzeugen, die Wert auf verlustfreie Audioformate legen und bereit sind, dafür einen Aufpreis zu zahlen, wobei die Preise in der Regel 30–50 % höher sind als bei Sonos-Äquivalenten. Das Pulse Cinema zeichnet sich durch seine robuste Konnektivität aus – einschließlich HDMI-ARC/eARC, analog, digital, USB, Bluetooth mit aptX Adaptive, Ethernet und einem kabelgebundenen Subwoofer-Ausgang – Funktionen, die bei Konkurrenten wie dem Arc Ultra oft fehlen.

Leistung: Detail und Klarheit

Die 3.0.2-Kanal-Soundbar verfügt über ein 500-Watt-Array mit 12 Treibern und liefert beeindruckende Details sowohl für Filme als auch für Musik. Das Pulse Cinema zeichnet sich durch klare Dialoge aus und stellt sicher, dass die Stimmen auch in chaotischen Szenen zentriert und verständlich sind. Niedrige Frequenzen werden durch die beiden integrierten Tieftöner gut wiedergegeben, während die Hoch- und Mitteltönerpaare eine breite, beeindruckende Klangbühne erzeugen.

Kritische Zuhörer werden die Präzision der Soundbar zu schätzen wissen; Es enthüllt Details, die von anderen Geräten übersehen werden. Die Musikwiedergabe des Pulse Cinema ist besonders stark, mit einer breiteren Klangbühne und einer klareren Trennung der Elemente im Vergleich zum Arc Ultra.

Einschränkungen: Atmosphäre und Anpassung

Trotz seiner Stärken bleibt das Pulse Cinema hinter den Top-Atmos-Erlebnissen zurück. In actionreichen Szenen – wie Schüssen in „Keine Zeit zu sterben“ – sind die immersiven Effekte nicht so ausgeprägt wie bei der Arc Ultra oder der Sennheiser Ambeo Soundbar Plus.

Darüber hinaus fehlen dem Pulse Cinema EQ-Einstellungen, was die Anpassungsmöglichkeiten einschränkt. Die Werksabstimmung ist möglicherweise nicht für alle Hörer geeignet, und ohne grundlegende Klangregelung gibt es keine Lösung. Bluesound plant Software-Updates, um diese Mängel zu beheben, einschließlich der Erweiterung auf ein 5.1.2-System über externe Lautsprecher, LFE-Verarbeitung und diskrete Kanalpegelanpassungen, aber der Zeitpunkt bleibt ungewiss.

Das BluOS-Ökosystem: Komfort mit Einschränkungen

Die BluOS-App von Bluesound ist schnell und intuitiv für die Verwaltung mehrerer Lautsprecher, weist jedoch Einschränkungen auf. Benutzer von Apple Music benötigen für verlustfreies Audio ein Gerät eines Drittanbieters (z. B. ein Apple TV 4K), während Google Cast und YouTube Music nicht unterstützt werden. Auch die Unterstützung von Dolby Atmos Music fehlt, sodass Apple Music oder Tidal über einen externen Streamer erforderlich sind.

Das Urteil: Ein vielversprechender Anfang

Das Bluesound Pulse Cinema ist ein starker erster Versuch einer Dolby Atmos-Soundbar. Es liefert eine außergewöhnliche Klangqualität, insbesondere bei Musik, und bietet robuste Konnektivität. Allerdings verhindern Softwareeinschränkungen und fehlende Anpassungsmöglichkeiten, dass es vollständig mit etablierten Playern wie Sonos konkurrieren kann. Für Audiophile, die Wert auf hochauflösendes Audio legen, ist das Pulse Cinema eine überzeugende Wahl, andere möchten jedoch möglicherweise auf zukünftige Updates warten oder alternative Optionen wie den Sonos Arc Ultra oder die immersiven Systeme von Samsung in Betracht ziehen.