Seit Jahren fällt es Fitness-Trackern schwer, das Krafttraining genau zu protokollieren. Während Cardio leicht anhand der Herzfrequenz und Bewegung gemessen werden kann, erfordert das Heben von Gewichten präzisere Daten – Wiederholungen, Sätze, Geschwindigkeit und Ermüdungsniveau. Jetzt verspricht Fort, ein neues Wearable eines Teams ehemaliger Tesla-Ingenieure, mit freihändigem Gewichtheben-Tracking und umfassender Fitnessanalyse etwas zu ändern.
Das Problem mit aktuellen Trackern
Bestehende Fitness-Tracker erkennen Krafttraining oft nicht genau. Viele erfordern manuelle Eingaben, was mühsam ist, oder verlassen sich allein auf die Herzfrequenz, was bei langsameren, schwereren Übungen nicht zuverlässig ist. Selbst die neuesten automatischen Erkennungsfunktionen von Marken wie Garmin und Amazfit sind inkonsistent, sofern sie nicht mit proprietären Trainingseinheiten verwendet werden. Dadurch entsteht eine Marktlücke für eine spezielle Lösung, die die Nuancen des Krafttrainings versteht.
Wir stellen vor: Fort: Geschwindigkeitsbasiertes Tracking am Handgelenk
Fort möchte dieses Problem mit einem schlanken, armbandähnlichen tragbaren Gerät lösen, das die Hubgeschwindigkeit mithilfe integrierter IMU-Sensoren (Beschleunigungsmesser, Gyroskop, Magnetometer) verfolgt. Die wichtigste Innovation liegt in der Fähigkeit, Übungstypen, konzentrische, exzentrische oder isometrische Phasen zu erkennen und Echtzeitmetriken wie Ermüdung, Bewegungsumfang und geschätztes Maximalgewicht bereitzustellen.
Die Gründer des Unternehmens – Miranda Nover, Zac Valles und Paul Schneider – arbeiteten alle zuvor bei Tesla an Hardware und Sensorsystemen. Ihr technischer Hintergrund verschafft Fort einen klaren Vorteil im Hardware-Design. Das Gerät selbst wiegt weniger als 30 Gramm, ist wasserdicht, verfügt über eine einwöchige Akkulaufzeit und wird mit austauschbaren Armbändern aus Aluminium, Silikon, Sportgewebe oder Leder geliefert.
Beyond Velocity: Ein umfassender Fitness-Tracker
Fort hört nicht beim Krafttraining auf. Es überwacht auch Schlafstadien, Stressniveau, HRV über Nacht und VO2max. Benutzer können Aktivitäten während des Betatests manuell eingeben, und das Unternehmen möchte den größten sauberen Datensatz zum Krafttraining erstellen. Das Gerät wird mit vorprogrammiertem Tracking für 50 Übungen und deren Variationen geliefert.
Der Preis der Präzision
Fort kann ab sofort für 289 US-Dollar vorbestellt werden, einschließlich des ersten Jahres eines 80-Dollar-Jahresabonnements. Mit dieser Preisgestaltung konkurriert Fort mit anderen Fitness-Trackern wie Whoop, die zusätzlich zu den Hardwarekosten 199 US-Dollar pro Jahr verlangen.
Warum das wichtig ist
Das wachsende Interesse am Krafttraining – laut Garmin und Oura durch einen jährlichen Anstieg der Nutzerzahlen um mehr als 20 % (insbesondere Frauen) – erfordert bessere Tracking-Lösungen. Der Ansatz von Fort könnte endlich die Protokollierung von Trainingseinheiten nahtlos und genau ermöglichen und mehr Menschen dazu motivieren, Krafttraining wegen seiner Vorteile zu nutzen: verbesserter Blutzucker, Mobilität und allgemeine Gesundheit.
Letztlich geht es bei Fort nicht nur darum, Mitarbeiter zu verfolgen; Es geht darum, Krafttraining für alle zugänglich und datengesteuert zu machen, nicht nur für den Archetyp „Fitnessstudio-Bruder“.















