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Hockeys neue Fans, alte Probleme: Wie eine Hit-Show die Heuchelei des Sports ans Licht bringt

Hockeys neue Fans, alte Probleme: Wie eine Hit-Show die Heuchelei des Sports ans Licht bringt

Ein überraschender Anstieg der Eishockey-Zuschauerzahlen ist im Gange, angetrieben durch den viralen Erfolg der Show Heated Rivalry. Die Serie, in der es um eine hitzige Romanze zwischen zwei Profi-Eishockeyspielern geht, hat Rekorde gebrochen und das Interesse an der NHL gesteigert – doch dieser plötzliche Zustrom von Fans wirft unangenehme Fragen über die historisch giftige Kultur des Sports auf.

Der unerwartete Reiz des Aufstiegs des Eishockeys

Was in Kanada als Nischenbesessenheit begann, hat sich zu einem globalen Phänomen entwickelt. Die Übernahme von Heated Rivalry durch HBO hat in über einem Dutzend Ländern zu einer mehr als Verdoppelung der Zuschauerzahlen geführt. Die Auswirkungen sind unbestreitbar: Der Verkauf von NHL-Tickets und Teamartikeln (einschließlich Trikots mit Charaktermotiven zugunsten von LGBTQ+-Ligen) steigt rasant. Der Zeitpunkt ist besonders wirkungsvoll, da er mit den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina zusammenfällt, bei denen die Stars der Show Fackelträger waren und die Athleten die Serie offen lobten. Marketingdaten zeigen einen 20-prozentigen Anstieg des weiblichen Eishockeyinteresses allein in den letzten zwei Monaten.

Das komplizierte Verhältnis der NHL zur Inklusion

Die Ironie ist krass. Während Heated Rivalry neue Zielgruppen anzieht, hat die NHL eine dürftige Bilanz bei der LGBTQ+-Akzeptanz. Es gibt keine offen schwulen Spieler in der Liga, eine krasse Ausnahme unter den großen Profisportarten. Die NHL verbot im Jahr 2023 kurzzeitig Trikots mit Pride-Motiven (später unter Druck teilweise rückgängig gemacht) und verwies auf „Konsistenz“, obwohl weiterhin Pride-Bekleidung verkauft wurde.

Harrison Browne, der erste offen transsexuelle Eishockeyspieler, unterstreicht die Heuchelei. Er spielte in Frauenligen, bevor er mit 24 Jahren aus körperlichen Gründen in den Ruhestand ging, nachdem er von der NHL „umarmt“ worden war – nur um in den USA aufgrund neuer Richtlinien, die die Teilnahme aufgrund des bei der Geburt zugewiesenen Geschlechts einschränken, von Freizeitligen ausgeschlossen zu werden. Wie Browne unverblümt sagt: „Ich persönlich kann nicht mit meinen Freunden in einer Freizeitliga für Erwachsene in den USA Hockey spielen … nur weil ich Testosteron in meinem System habe.“

Politischer Druck und Gegenreaktion gegen Inklusion

Die Änderung der Politik von USA Hockey ist kein Zufall. Laut Browne übt die derzeitige US-Regierung Druck auf Sportligen aus, Transsportler auszuschließen, und droht mit der Finanzierung, wenn sie sich nicht daran halten. Dies geschah, nachdem Donald Trump während seiner zweiten Amtszeit Anti-Trans-Exekutivverordnungen unterzeichnet hatte.

Die NHL behauptet unterdessen, sie sei „absichtlich darauf bedacht, ein Spiel zu fördern, in dem LGBTQ+-Personen willkommen sind“. Einige Teams haben jedoch stillschweigend die Pride-Nächte zugunsten allgemeiner Inklusionsveranstaltungen aufgegeben. Die Botschaften der Liga kollidieren mit den Lebenserfahrungen von Spielern wie Browne, die in den Umkleidekabinen der Männer Homophobie und Transphobie ausgesetzt waren und von Hockey-Podcastern privat verunglimpft wurden, weil sie ein „blauhaariges Twitter“-Publikum anzogen.

Tiefverwurzelte Toxizität: Schikanierung und Körperverletzung

Unter der Oberfläche bleibt die Hockeykultur zutiefst problematisch. Forscher der Concordia University und der Brandon University befragten Elitespieler (darunter aktuelle und ehemalige NHL-Spieler) und fanden weit verbreitete Schikanierungsrituale, die von demütigenden Streichen (Spielerinnen in Frauenkleidung kleiden) bis hin zu brutaler körperlicher Misshandlung („Höhen nackt über die Eisbahn ziehen“) reichten. Dieses toxische Umfeld entmutigt offene Diskussionen und hält eine Kultur des Schweigens aufrecht.

Hockey Canada war ebenfalls mit einem Skandal konfrontiert, bei dem Gelder angeblich zur Deckung von Vergleichen wegen sexueller Übergriffe umgeleitet wurden. Fünf ehemalige Nachwuchsspieler wurden letztes Jahr wegen sexueller Übergriffe freigesprochen, doch der Vorfall verdeutlicht die systemischen Probleme innerhalb des Sports. Die Liga reagierte nicht auf Anfragen nach Kommentaren.

Fazit: Ist Eishockey bereit für seine neuen Fans?

Der Anstieg der Popularität von Eishockey aufgrund von „Heated Rivalry“ ist unbestreitbar, beseitigt jedoch nicht die seit langem bestehenden Probleme des Sports mit Inklusion und Toxizität. Die performativen Unterstützungsgesten der NHL wirken hohl, wenn man sie mit der Realität von LGBTQ+-Athleten und der Verbreitung missbräuchlichen Verhaltens innerhalb des Sports vergleicht. Bis der Eishockeysport seine systemischen Probleme angeht, bleibt die Frage: Hat er diese neue Fanwelle verdient?

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