Viele Arbeitnehmer aus der Mittelschicht sind auf Überstunden angewiesen, um ihr Einkommen zu steigern, doch neue Steuervorschriften sorgen für Verwirrung über den tatsächlichen Nettolohn. Trotz der Schlagzeilen „keine Steuer auf Überstunden“ ist die Realität komplexer und Fehleinschätzungen können zu Frustration führen, wenn die Gehaltsschecks eintreffen.
Der neue Steuerabzug: Was er wirklich bedeutet
Mit dem One Big Beautiful Bill Act (OBBBA) wurde zwischen 2025 und 2028 ein vorübergehender Steuerabzug für Überstundenverdienste eingeführt. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine pauschale Befreiung. Der Abzug gilt nur für die Überstundenprämie – den Zuschlag, der über dem regulären Stundensatz eines Arbeitnehmers liegt.
Beispiel: Ein Mitarbeiter, der 22 $/Stunde verdient, erhält 33 $/Stunde für Überstunden. Ihre Prämie beträgt 11 $/Stunde. Wenn sie 200 Überstunden leisten, beträgt ihr Gesamtüberstundenlohn 6.600 US-Dollar. Für den Abzug kommen jedoch nur 2.200 US-Dollar in Frage, da dies der Betrag ist, der über ihrem regulären Lohn liegt.
Diese Nuance ist von entscheidender Bedeutung, da in den Steuerformularen qualifizierte Überstunden erst ab 2026 eindeutig getrennt werden. Im Jahr 2025 müssen Arbeitnehmer ihrem Steuerberater detaillierte Unterlagen (Gehaltsabrechnungsberichte, Jahresendabrechnungen) vorlegen, um eine korrekte Abrechnung sicherzustellen.
Einkommensgrenzen und FLSA-Berechtigung
Der Abzug ist nicht universell. Das IRS begrenzt den abzugsfähigen Betrag auf 12.500 US-Dollar für Einzelanmelder (25.000 US-Dollar für Mitanmelder). Der Abzug entfällt für Personen, die mehr als 150.000 US-Dollar verdienen (zusammen 300.000 US-Dollar).
Darüber hinaus müssen die Überstunden FLSA-qualifiziert sein – das heißt, sie fallen unter die Deckungsregeln des Fair Labor Standards Act. Da nicht alle Arbeitnehmer von der Steuer befreit sind, ist die Überprüfung der Berechtigung unbedingt erforderlich.
Die Erwartung, dass alle Überstundenvergütungen mittlerweile steuerfrei seien, ist ein weit verbreitetes Missverständnis. Der Abzug gilt nur für die Prämie, die über dem Standardsatz eines Arbeitnehmers liegt.
Warum das wichtig ist: Die OBBBA-Änderungen sollen zwar Erleichterungen bringen, verlangen aber von den Arbeitnehmern, dass sie besser informiert und proaktiver sind. Verwirrung über diese Regeln könnte dazu führen, dass die Abzüge zu gering sind, was zu höheren Steuerschulden als erwartet führt. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer klaren Kommunikation zwischen Arbeitgebern und dem IRS, um sicherzustellen, dass Arbeitnehmer in vollem Umfang von den neuen Bestimmungen profitieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Überstunden zwar immer noch zu höheren Löhnen führen können, Arbeitnehmer jedoch die Besonderheiten des OBBBA-Abzugs verstehen müssen – einschließlich Einkommensgrenzen und FLSA-Anforderungen –, um Überraschungen bei der Steuererklärung zu vermeiden.















