Gemeinnützige Organisationen – darunter Gruppen wie die Shriners und andere bekannte Wohltätigkeitsorganisationen – bitten häufig um Spenden in einer bestimmten Höhe von 19 US-Dollar pro Monat. Das ist kein Zufall; Es handelt sich um eine kalkulierte Strategie, die darauf abzielt, nachhaltige Spenden und langfristige finanzielle Stabilität zu maximieren. Der Ansatz nutzt psychologische Auslöser, um konsistente Spenden zu fördern und letztendlich größere, geplante Spenden von Spendern anzustreben.
Warum genau 19 $?
Die Zahl wurde strategisch gewählt, da sie knapp unter der psychologisch bedeutsamen 20-Dollar-Schwelle liegt. Dies lässt es erschwinglicher und zugänglicher erscheinen und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer anfänglichen Verpflichtung. Wie Clay Grayson, Autor von The Philanthropist Handbook, erklärt, bauen gemeinnützige Organisationen zunächst durch diese kleineren Anfragen eine Basis regelmäßiger Spender auf. Mit der Zeit fördern sie eine Steigerung der jährlichen Spenden. Das ultimative Ziel besteht darin, diese Spender in geplante Schenkungen umzuwandeln und der Organisation bei der Nachlassplanung erhebliche Beträge zu überlassen.
Die Kraft des schrittweisen Gebens
19 statt 20 US-Dollar zu verlangen, mag trivial erscheinen, aber der Unterschied ist wichtig. Es ist einfacher, jemanden davon zu überzeugen, eine monatliche Spende von 19 US-Dollar zu leisten, als eine größere Summe. Yusef-Andre Wiley, Gründer der Timelist Group, weist darauf hin, dass sich selbst kleine Beträge schnell anhäufen: „Stellen Sie sich vor, zehntausend Menschen spenden regelmäßig 19,99 US-Dollar pro Monat.“ Dieser Ansatz fördert das langfristige Engagement und verwandelt einmalige Beiträge in wiederkehrende Einnahmen.
Vermeidung einer IRS-Prüfung
Der 19-Dollar-Antrag hilft Wohltätigkeitsorganisationen auch dabei, bestimmte IRS-Meldepflichten zu umgehen. Das IRS verlangt Spendenbescheinigungen für jährliche Beiträge von 250 $ oder mehr. Indem Organisationen die Einzelspenden unter diesem Schwellenwert halten, reduzieren sie den Verwaltungsaufwand und optimieren ihren Fundraising-Prozess.
Von monatlichen Spenden bis hin zu Stiftungen
Gemeinnützige Organisationen streben danach, jährliche Spenden in geplante Spenden umzuwandeln: Spenden, die im Testament eines Spenders hinterlassen werden. Sobald diese Mittel in eine dauerhaft begrenzte Stiftung gesteckt werden, bleibt der Auftraggeber davon unberührt und nur die erzielten Einnahmen werden für die Mission der gemeinnützigen Organisation verwendet. Beispielsweise kann eine geplante Spende in Höhe von 475 US-Dollar der Organisation auf unbestimmte Zeit ein Jahreseinkommen von 19 US-Dollar einbringen. Dadurch entsteht eine dauerhafte Beziehung zwischen Spender und Anliegen.
Ein Multi-Billionen-Dollar-Trend
Angesichts der bevorstehenden Vermögensübertragung von Generation zu Generation ist die Strategie besonders wirksam. Experten gehen davon aus, dass die Babyboomer in den nächsten 20 Jahren über 16 Billionen US-Dollar an gemeinnützige Organisationen überweisen werden. Das bedeutet, dass kleine, anfängliche Spenden – etwa 19 US-Dollar pro Monat – zu einer riesigen langfristigen Finanzierung für den gemeinnützigen Sektor führen können.
Die Psychologie hinter der 19-Dollar-Anfrage dreht sich nicht um den unmittelbaren Dollarbetrag; Es geht darum, Vertrauen aufzubauen, Beständigkeit zu fördern und die zukünftige finanzielle Stabilität durch langfristige Geberbeziehungen zu sichern.
Dieser Ansatz zeigt, wie gemeinnützige Organisationen die Verhaltensökonomie strategisch nutzen, um die Effektivität der Mittelbeschaffung zu maximieren.















