Sonys neuer LinkBuds Clip betritt einen schnell wachsenden Markt für Open-Ear-Kopfhörer. Aufbauend auf dem Erfolg der ursprünglichen LinkBuds – die Pionierarbeit für das Konzept leisteten, Umgebungsgeräusche durchzulassen und gleichzeitig Audio zu liefern – bietet der Clip ein vertrautes Erlebnis mit einem Clip-on-Design. Obwohl diese Ohrhörer funktional und gut verarbeitet sind, können sie ihren 230-Dollar-Preis im Vergleich zu Mitbewerbern, die eine ähnliche oder bessere Leistung zu geringeren Kosten bieten, nur schwer rechtfertigen.
Der Open-Ear-Trend: Warum er wichtig ist
Open-Ear-Designs erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, da sie ein zentrales Problem herkömmlicher Ohrhörer lösen: das Situationsbewusstsein. Radfahrer, Läufer und alle, die beim Hören von Audio ihre Umgebung hören müssen, profitieren von diesem Design. Dies ist jedoch mit einem Kompromiss verbunden. Offene Ohrhörer können den Schall nicht isolieren und sind daher für laute Umgebungen wie überfüllte Straßen oder öffentliche Verkehrsmittel ungeeignet. Der Markt ist mittlerweile mit Optionen überschwemmt, was Marken dazu zwingt, hinsichtlich der Funktionen * und * des Preises zu konkurrieren.
Design und Funktionen: Vertrautes Territorium
Der LinkBuds Clip verfügt über ein Clip-on-Design, das an Ankers Soundcore Aeroclip (und mehrere andere Modelle) erinnert. Sony bietet mehrere Farboptionen an, die Gesamtästhetik ist jedoch unauffällig. Die Ohrhörer wiegen 6,4 Gramm und bieten eine Akkulaufzeit von bis zu neun Stunden (27 mit Ladeetui). Das Gehäuse ist zwar kompakt, verfügt jedoch nicht über kabelloses Laden – ein überraschendes Versäumnis in dieser Preisklasse.
Ein herausragendes Merkmal sind die Touch-Bedienelemente an der Schlaufe, die die Ohrhörer verbindet und eine praktische Wiedergabe/Pause, Überspringen und Lautstärkeregelung ermöglicht. Allerdings schränkt die Begleit-App von Sony die Anpassungsmöglichkeiten ein und zwingt Benutzer zu vordefinierten Steuerungsschemata. Die App umfasst zwar DSEE (digitale Klangverbesserung) und einen anpassbaren EQ, diese wirken jedoch eher wie Standardfunktionen als wie überzeugende Unterscheidungsmerkmale.
Leistung: Solide Audioqualität, schwache Anrufe
Die Qualität der Musikwiedergabe ist gut, mit klarem Klang und ordentlicher Wärme. Diese Ohrhörer bieten ein zufriedenstellendes Erlebnis für Podcasts, Hörbücher und gelegentliches Musikhören, bleiben jedoch in Bezug auf Detailtreue und Basswiedergabe hinter High-End-Konkurrenten wie den Ultra Open Buds von Bose zurück.
Die Anrufqualität ist jedoch enttäuschend. Während des Tests klangen die Stimmen blechern und verzerrt, wobei Anrufer von einem künstlichen, freisprechähnlichen Klang berichteten. Der AI Voice Pickup von Sony, der Sprache isolieren soll, lieferte kein zuverlässig klares Erlebnis.
Das Preisproblem: Zu viel für das, was Sie bekommen
Die größte Schwäche des LinkBuds Clip ist sein Preis. Für 230 US-Dollar können Verbraucher leistungsstärkere Ohrhörer mit offenem Ohr wie die Ultra Open Buds von Bose oder günstigere Optionen wie den Soundcore Aeroclip erwerben, der ein vergleichbares Erlebnis für deutlich weniger Geld bietet.
Der Open-Ear-Markt ist immer wettbewerbsintensiver und die Preisgestaltung von Sony scheint nicht mehr mit dem Wertversprechen in Einklang zu stehen.
Fazit
Bei den Sony LinkBuds Clip handelt es sich um kompetente Open-Ear-Ohrhörer, denen jedoch die Funktionen oder die Leistung fehlen, die ihren hohen Preis rechtfertigen würden. Während Sony-Fans sie vielleicht attraktiv finden, werden die meisten Verbraucher anderswo auf dem schnell wachsenden Open-Ear-Markt ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis finden. Der Clip ist ein solides Produkt, aber kein überzeugendes.
