Eine Schlüsselfigur des Department of Government Efficiency (DOGE) wurde zur Leitung einer kritischen Komponente der digitalen Infrastruktur der Vereinigten Staaten ernannt. Greg Hogan hat die Position des amtierenden stellvertretenden Kommissars von Technology Transformation Services (TTS) übernommen, einer Abteilung der General Services Administration (GSA).
In dieser Rolle wird Hogan Login.gov beaufsichtigen, den zentralisierten sicheren Identitätsdienst, der von Millionen für den Zugriff auf verschiedene Programme und Informationen der Bundesregierung genutzt wird.
Der Wandel in Führung und Strategie
Hogans Ernennung folgt auf eine Zeit erheblicher Umbrüche innerhalb der TTS. Zuvor hatte die Agentur unter dem ehemaligen Leiter Thomas Shedd eine massive Umstrukturierung durchlaufen, bei der die Einheit Berichten zufolge Anfang 2025 50 Prozent ihres Personals verlor.
Hogans Mandat ist ehrgeizig. Laut Gregory Barbaccia, dem Chief Information Officer des Bundes, hat Hogan folgende Aufgaben:
– Erweiterung der Benutzerbasis von Login.gov.
– Verbesserung der Benutzererfahrung.
– Umwandlung des Dienstes in eine „Weltklasse-Identitätsplattform“, die ihren Einfluss über die Bundesregierung hinaus ausdehnt.
Eine Karriere im Zusammenhang mit DOGE-Operationen
Hogans Übergang in die Bundesregierung ist eng mit der DOGE-Bewegung verknüpft. Er kam im Januar 2025 von Comma.ai, einem Selbstautomatisierungs-Startup, zur Regierung und fungierte als CIO im Office of Personnel Management (OPM).
Während seiner Zeit bei OPM war Hogan eine zentrale Figur in mehreren kontroversen Schritten:
– Massenkommunikationsinfrastruktur: Er genehmigte die Datenschutz-Folgenabschätzung für einen neuen E-Mail-Server, der von DOGE für die Kommunikation mit der gesamten Bundesbelegschaft verwendet wird.
– Umstrittene Richtlinien: Dieser Server wurde zur Verbreitung der „Fork in the Road“-Nachricht verwendet, die Bundesangestellte dazu ermutigte, sich für einen „aufgeschobenen Rücktritt“ zu entscheiden.
– KI-Überwachung: Der Server ermöglichte ein System, bei dem Mitarbeiter ihre wöchentlichen Aktivitäten melden mussten, die DOGE anschließend mithilfe künstlicher Intelligenz analysierte.
Hinweis: Diese Maßnahmen haben zu rechtlichen Anfechtungen geführt, wobei Bundesmitarbeiter behaupteten, dass die Datenschutz-Folgenabschätzung für den neuen Server nicht in Übereinstimmung mit dem Gesetz veröffentlicht wurde.
Die Zukunft von Login.gov: Effizienz oder Überwachung?
Die Einsätze für Login.gov steigen mit der Weiterentwicklung der Plattform. Eine Ende 2025 veröffentlichte Roadmap skizziert Pläne zur Integration von mobilen Führerscheinen und der Verwendung von Reisepässen zur Identitätsüberprüfung. Diese Erweiterung steht im Einklang mit dem umfassenderen Fokus der Trump-Regierung auf die Betrugsbekämpfung.
Der Schritt hin zu einem umfassenderen digitalen Ausweis hat jedoch unter Bundesbediensteten eine Debatte über den Umfang der Plattform ausgelöst:
Die Vision einer zentralisierten ID
Es gibt Hinweise darauf, dass die Verwaltung beabsichtigt, Login.gov zu einer nahezu umfassenden nationalen ID zu erweitern. Dies würde möglicherweise Folgendes konsolidieren:
– Standardidentifikation (Name usw.)
– Einkommensinformationen
– Staatsbürgerschaftsstatus
– Informationen zu Angehörigen
Unterschiedliche Perspektiven
Interne Reaktionen von TTS-Mitarbeitern spiegeln eine tiefe Kluft in der Wahrnehmung dieses Übergangs wider:
„Das wäre großartig, wenn es richtig umgesetzt würde. Mit einem DOGE-Mann an der Spitze … wird dies eher wie ein zentraler Aufbewahrungsort für die Überwachung aussehen.“ — TTS-Mitarbeiter (anonym)
„Hogan legt großen Wert darauf, den Karrieremanagern zuzuhören, die für ihn arbeiten … er hat die richtige langfristige Einstellung.“ — TTS-Mitarbeiter (anonym)
Das Erbe von DOGE
Obwohl das formelle Ministerium für Regierungseffizienz im Juni 2025 nach dem Abgang von Elon Musk aufgelöst wurde, bleibt sein Einfluss in der Bundesbürokratie verankert. Viele DOGE-Mitarbeiter bekleiden weiterhin einflussreiche Positionen in Ministerien wie Staat, Verteidigung und Sozialversicherung oder sind als Regierungsauftragnehmer in den privaten Sektor gewechselt.
Die Ernennung von Greg Hogan signalisiert die anhaltenden Bemühungen, die digitalen Dienste des Bundes durch die Linse der DOGE-Bewegung neu zu gestalten und dabei das Versprechen einer optimierten Effizienz gegen wachsende Bedenken hinsichtlich Datenzentralisierung und Datenschutz abzuwägen.


















