Howard Lutnicks 9/11-Vermächtnis: Der 45-Millionen-Dollar-Bonus, der Cantor Fitzgerald definierte

Das Bild von Howard Lutnick, der in den Wochen nach dem 11. September 2001 durch Krankenhäuser wanderte, hat sich in die kollektive Erinnerung an diesen Tag eingebrannt. Der CEO von Cantor Fitzgerald leitete nicht nur ein Finanzunternehmen; Er suchte den Boden nach seinen Leuten ab. Von den fast 650 im Nordturm verlorenen Mitarbeitern musste das Unternehmen einen Weg finden, die zurückgebliebenen Familien zu unterstützen.

Sein erster Instinkt war unmittelbar und deutlich. Er stoppte die Gehaltsabrechnung.

Für viele Unternehmensführer wäre die Einstellung der Gehaltszahlungen an die Hinterbliebenen des Verstorbenen die übliche Verwaltungsmaßnahme gewesen. Lutnick tat es zunächst auch. Doch die Erleichterung hielt nicht an. Er änderte schnell seinen Kurs. Die herausragende Entscheidung in der Geschichte der Krisenreaktion von Unternehmen ist nicht der Stopp, sondern der Dreh- und Angelpunkt. Er genehmigte eine Bonuszahlung in Höhe von 45 Millionen US-Dollar.

Diese Summe war kein Rinnsal. Es handelte sich um eine direkte Überweisung an die Familien der Opfer.

Dies war nicht nur eine Geste des guten Willens. Es war ein struktureller Wandel in der Art und Weise, wie das Unternehmen mit Tragödien umging. Neben der Prämie gründete Lutnick den Cantor Fitzgerald Relief Fund. Der Fonds selbst wurde zu einem Instrument für massive Hilfe, was schließlich dazu führte, dass 180 Millionen US-Dollar an betroffene Familien gespendet wurden.

Warum ist diese konkrete finanzielle Entscheidung wichtiger als die anderen? Weil es einen Präzedenzfall für die Mitarbeiterbindung und moralische Verantwortung bei katastrophalen Verlusten geschaffen hat. Die meisten Unternehmen hätten die gekündigten Mitarbeiter als versunkene Kosten betrachtet. Lutnick betrachtete sie als Vermögenswerte, die Liquidität benötigten, um den Schock zu überstehen.

Die Mathematik ist aufschlussreich. 45 Millionen US-Dollar an Prämien plus 180 Millionen US-Dollar an Hilfsfondsspenden entsprechen 225 Millionen US-Dollar an direkter finanzieller Intervention. Das ist eine enorme Zahl für ein Unternehmen, das bereits unter dem Verlust seines Hauptsitzes und eines erheblichen Teils seiner Belegschaft litt.

Einige könnten argumentieren, dass Wohlwollen von Unternehmen nur Öffentlichkeitsarbeit ist. Aber in diesem Fall war der Mechanismus einfach. Kasse.

Der Hilfsfonds hat nicht nur Schecks ausgestellt. Dadurch wurde ein Sicherheitsnetz geschaffen, das den Überlebenden des 11. Septembers das Atmen ermöglichte. Es gab ihnen Zeit.

Wenn Menschen heute nach der menschlichen Seite der Wall Street am schlimmsten Tag in der amerikanischen Geschichte fragen, bleiben Lutnicks Handlungen ein erster Bezugspunkt. Es ging nicht um steuerliche Abschreibungen. Es ging nicht um Markentreue. Es ging darum, den Familien der Verstorbenen das Licht am Leuchten zu halten.

Die Firma überlebte. Die Familien wurden bezahlt. Die Erzählung dieser Ära wird immer noch von denen geschrieben, die dort waren.

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