Buchhaltung vs. Finanzbuchhaltung: So lesen Sie Geschäftsberichte

Buchhaltung ist die Routinearbeit. Dabei handelt es sich um die eigentliche Erfassung und Zusammenfassung von Finanztransaktionen. Hier liegen die Rohdaten. Wenn Sie diese Daten nehmen und sie in Berichten für Personen außerhalb der Organisation abstrahieren, gelangen Sie in die Finanzbuchhaltung. Dieser Vorgang findet in der Regel vierteljährlich oder jährlich statt.

Es gibt drei Hauptberichte, die Sie in diesem Prozess sehen werden.

Die Bilanz fasst die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Unternehmens zusammen. Es ist eine Momentaufnahme dessen, was das Unternehmen zu einem bestimmten Zeitpunkt besitzt und schuldet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Bruttoerlöse, Ausgaben und Gewinn oder Verlust ausgewiesen. Es zeigt die Leistung über einen bestimmten Zeitraum. Die Kapitalflussrechnung analysiert den Geldfluss in und aus dem Unternehmen. Es zeigt Liquidität.

Diese externen Berichte dienen nicht nur der Compliance. Sie dienen der Entscheidungsfindung. Anleger nutzen sie zur Risikoeinschätzung. Gläubiger nutzen sie zur Bestimmung der Kreditkonditionen.

Internes Management vs. externes Reporting

Es gibt eine andere Seite dieser Gleichung. Die Erstellung von Berichten zur internen Planung und Entscheidungsfindung wird als betriebswirtschaftliches Rechnungswesen bezeichnet. Im Gegensatz zur Finanzbuchhaltung, die sich an Außenstehende richtet, richtet sich die betriebliche Buchhaltung an Führungskräfte. Diese Berichte werden in der Regel monatlich erstellt.

Das Ziel ist hier ein anderes. Es geht nicht um die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Es geht um Kontrolle. Ziel ist es, Managern verlässliche Informationen über die Betriebskosten zu liefern. Außerdem werden Standards festgelegt, anhand derer diese Kosten verglichen werden können. Dies unterstützt sie bei der Budgetierung.

„Management Accounting liefert Managern zuverlässige Informationen über die Betriebskosten und über Standards, mit denen diese Kosten verglichen werden können, um sie bei der Budgetierung zu unterstützen.“

Die Unterscheidung ist wichtig. Wenn Sie als Außenstehender versuchen, die Gesundheit eines Unternehmens zu verstehen, schauen Sie sich die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung an. Wenn Sie das Unternehmen leiten, schauen Sie sich die monatlichen Managementberichte an. Man sagt einem, wo man steht. Der andere sagt dir, wohin du gehst.

Warum der Unterschied besteht

Die Finanzbuchhaltung folgt strengen Regeln. Es ist standardisiert. Dies ermöglicht einen Vergleich zwischen verschiedenen Unternehmen. Die betriebliche Buchhaltung ist flexibel. Es ist für den internen Gebrauch konzipiert. Es muss nicht derselben starren Struktur folgen.

Diese Flexibilität ermöglicht es Managern, gezielt auf bestimmte Kostenstellen einzugehen. Sie können die Rentabilität nach Produktlinie analysieren. Sie können die Effizienz in Echtzeit verfolgen. Die Finanzbuchhaltung aggregiert diese Daten. Es glättet es. Es präsentiert eine konsolidierte Sicht.

Die drei Säulen der Finanzberichterstattung

Das Verständnis dieser drei Berichte ist für jede Geschäftsentscheidung von entscheidender Bedeutung.

  1. Bilanz : Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten entsprechen dem Eigenkapital. Es zeigt finanzielle Stabilität.
  2. Gewinn- und Verlustrechnung : Einnahmen abzüglich Ausgaben entsprechen dem Nettoeinkommen. Es zeigt betriebliche Effizienz.
  3. Kapitalflussrechnung : Mittelzuflüsse minus Abflüsse. Es zeigt Überlebensfähigkeit.

Gewinn ist nicht gleichbedeutend mit Bargeld. Ein Unternehmen kann in der Gewinn- und Verlustrechnung profitabel sein, aber im Cashflow pleite sein. Aus diesem Grund sind alle drei Berichte erforderlich. Sie bieten unterschiedliche Blickwinkel auf dieselbe Realität.

Bessere finanzielle Entscheidungen treffen

Wenn Sie ein Unternehmen analysieren, achten Sie nicht nur auf den Gewinn. Schauen Sie sich den Cashflow an. Schauen Sie sich die Verbindlichkeiten an. Die Buchhaltung liefert die Daten. Die Finanzbuchhaltung bündelt es. Die betriebliche Buchhaltung nutzt es.

Jede Schicht dient einem anderen Zweck. Sie zu verwirren, führt zu schlechten Entscheidungen. Wenn Sie interne Managementdaten als öffentliche Berichterstattung behandeln, besteht das Risiko, dass sensible Betriebsdetails preisgegeben werden. Wenn Sie externe Berichte als behandeln

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