Aeroflot ist nicht nur ein Markenname. Es ist ein Geist der Sowjetunion, der noch heute fliegt. Die Wurzeln der Fluggesellschaft reichen bis ins Jahr 1928 zurück, als sie als Dobroflot gegründet wurde. Dieser Name stammt von zwei kleineren Fluggesellschaften: Dobrolyot (1923) und Ukvozdukhput (1925). Sie verbanden Moskau mit Gorki, Kiew, Charkow und Odessa.
1932 reorganisierte der Staat sie in Aeroflot. Das Wachstum war aggressiv. Bis 1935 erstreckte sich das Netz von Leningrad bis Wladiwostok. Es umfasste das Schwarze Meer, den Kaukasus und Zentralasien.
Aeroflot war jahrzehntelang der einzige zivile Luftfahrtanbieter in der UdSSR. Es kümmerte sich um Passagier-, Fracht-, Pflanzenschutz- und Rettungsdienste. Es gab eine strenge Regel. Zugelassen waren nur sowjetische Flugzeuge.
Diese Einschränkung hat die Innovation nicht gestoppt. Im Jahr 1956 startete Aeroflot mit der Tu-104 den weltweit ersten zivilen Jet-Dienst. Es half auch bei der Entwicklung der Tu-144. Dies war das erste Überschallflugzeug. Es flog 1968 vor der Concorde.
Spitzenleistung und globale Reichweite
In den späten 1980er Jahren war Aeroflot ein Gigant. Die Flotte umfasste 1.300 Flugzeuge. Mehrere tausend kleinere Flugzeuge unterstützten sie. Die Routen berührten 3.600 Städte und Gemeinden.
Internationale Flüge erreichten über 100 Länder. Im Jahr 1990 beförderte die Fluggesellschaft 138 Millionen Passagiere. Auf ihn entfielen rund 15 % des weltweiten zivilen Flugverkehrs. Es flog auf alle Kontinente. Manchmal sogar die Antarktis.
„Aeroflot war für die gesamte Zivilluftfahrt in der Sowjetunion verantwortlich.“
Postsowjetische Umstrukturierung
Der Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991 veränderte alles. 1992 wurde die Fluggesellschaft in Aeroflot–Russian International Airlines umbenannt. Die russische Regierung blieb Mehrheitsaktionär. Diese Rolle behielt sie bis weit ins 21. Jahrhundert hinein.
Inlandsstrecken wurden größtenteils regionalen Fluggesellschaften überlassen. Aeroflot konzentrierte sich auf internationale Reisen. Die Strategie änderte sich schnell. Die Fluggesellschaft begann, ausländische Flugzeuge zu kaufen. 1992 kamen Airbus- und Boeing-Flugzeuge zur Flotte hinzu.
Im Jahr 2000 wurde der Name zu Aeroflot–Russian Airlines abgekürzt. Es blieb führend bei Flügen von Russland in mehr als 40 Länder. Der Übergang vom Staatsmonopol zum wettbewerbsfähigen Luftfahrtunternehmen war chaotisch, aber notwendig.
Die Fluggesellschaft, die wir heute sehen, trägt diese Geschichte. Es ist nicht mehr die einzige Option am Himmel. Aber es bleibt das Größte. Der Wechsel von Tu-104 zu Airbus A321 markiert einen völligen Ärawechsel. Die Maschinerie veränderte sich. Der Auftrag, Russland mit der Welt zu verbinden, bestand nicht.

















