Aaron Montgomery Ward begann nicht mit einem Lagerhaus. Er begann mit 2.400 Dollar und einer radikalen Idee.
Er wollte den Mittelsmann ausschalten.
Im August 1872 eröffnete er in Chicago ein Versandhandelsunternehmen. Das Ziel war einfach. Verkaufen Sie Waren direkt an Landwirte. Keine Einzelhandelsvermittler. Nur Großhandelspreise und Direktversand. Er bot Möbel, Werkzeuge, Geräte und Kleidung an.
Die Strategie funktionierte, weil sie anders war.
Ward veröffentlichte den weltweit ersten Versandkatalog. Es begann mit einem einzelnen Blatt Papier. Darin waren Artikel und Preise aufgeführt. Er hat jeden Verkauf mit einer Geld-zurück-Garantie abgesichert. Das war in den 1870er Jahren selten. Der Umsatz explodierte. Der Katalog wuchs von einer Seite auf Hunderte.
Aber das Geschäft läuft nie stabil.
Die Panik von 1873 traf uns hart. Die beiden ursprünglichen Partner von Ward gingen weg. Er brachte seinen Schwager George Robinson Thorne mit. Sie hielten den Betrieb am Laufen. Im Jahr 1889 erfolgte die Eingliederung. Das Unternehmen befand sich in Privatbesitz. Es überlebte die Panik von 1893.
Dann kam die Bedrohung, die niemand kommen sah.
Sears, Roebuck and Company traten 1893 in den Markt ein. Sie gaben mehr für Werbung aus. Sie vermarkteten besser. Sie verkauften mehr. Montgomery Ward & Co. versuchten mitzuhalten. Sie haben verloren. Sears gab die Führung nie ab.
Vom Katalog zum Betonhandel
Das Unternehmen ist nicht gestorben. Es hat sich verändert.
Im Jahr 1926 eröffnete Montgomery Ward seine ersten physischen Einzelhandelsgeschäfte. Es war ein Dreh- und Angelpunkt. Bis 1930 gab es landesweit 556 Geschäfte. Die Katalogverkäufe fielen unter die Verkäufe im Geschäft. Das Modell hatte sich vom Papier auf den Bürgersteig verlagert.
Wachstum erforderte Kapital.
1968 fusionierte Montgomery Ward mit der Container Corporation of America. Die neue Holdinggesellschaft erhielt den Namen Marcor Inc. Die Struktur änderte sich 1974 erneut. Mobil Oil Corporation kaufte 54 % der stimmberechtigten Aktien von Marcor. Zwei Jahre später fusionierte Marcor zur neuen Mobil Corporation.
Ward war keine unabhängige Einheit mehr. Es war eine Abteilung eines Ölriesen.
Diese Struktur bestand bis 1985.
Mobil beendete das 113 Jahre alte Geschäft mit Versandkatalogen. Sie wollten sich ganz auf den Einzelhandel konzentrieren. Es war ein klarer Bruch mit Wards Herkunft. Doch die Unabhängigkeit hielt nicht lange an.
1988 verkaufte Mobil Montgomery Ward. Das Unternehmen versuchte wieder unabhängig zu werden. Es ist fehlgeschlagen. Stattdessen kaufte es eine Tochtergesellschaft von General Electric.
Der endgültige Niedergang
Die 1990er Jahre brachten eine neue Art von Feind.
Es entstanden Discount-Einzelhändler. Ziel. Wal-Mart. Sie hatten Maßstab. Sie hatten Lieferketten. Sie hatten niedrigere Preise. Montgomery Ward hatte Mühe, mitzuhalten.
Die Schrift war an der Wand.
1997 meldete das Unternehmen Insolvenz an.
Sie versuchten zu modernisieren. Sie renovierten Geschäfte. Sie haben Systeme aktualisiert. Es spielte keine Rolle. Die Verluste gingen weiter. Die Schulden häuften sich.
Im Dezember 2000 kam das Ende.
Montgomery Ward kündigte die Geschäftsaufgabe an. Im Jahr 2001 schloss das Unternehmen seine verbleibenden Filialen. Der physische Fußabdruck verschwand.
Aber die Marke war nicht tot.
Ein Katalogvermarkter erwarb die Rechte. Im Jahr 2004 starteten sie Montgomery Ward als Online-Unternehmen neu. Der Kreis schloss sich. Versandhandel an Geschäfte, um erneut Versandhandel zu betreiben. Nur dieses Mal war das Netzwerk global.

















