Bei der Einnahmenteilung handelt es sich im Wesentlichen um einen finanziellen Handschlag zwischen den Regierungsebenen. Eine Einheit, typischerweise eine höhere Behörde, übergibt einen Teil ihrer Steuereinnahmen an eine andere. Dies geschieht, wenn Staaten den Städten Geld geben. Dies geschieht auch, wenn nationale Regierungen Provinz- oder Staatshaushalte unterstützen. Die konkrete Formel für diese Übergabe ist in der Regel gesetzlich vorgeschrieben. Doch hier liegt der Haken: Die Empfänger erhalten das Geld unter sehr wenigen Bedingungen.
„Lokal gewählte Beamte waren angeblich effektiver darin, die lokalen Bedürfnisse zu ermitteln.“
Dieses Prinzip trieb das berühmteste Experiment der Vereinigten Staaten zum Fiskalföderalismus voran. Zwischen 1972 und 1986 verteilte die Bundesregierung die Steuereinnahmen direkt an staatliche und lokale Körperschaften. Das Ziel war einfach. Lassen Sie die lokalen Führungskräfte entscheiden, was ihre Gemeinden tatsächlich brauchen.
Walter Heller, ein Ökonom, gilt als Urheber des Konzepts. Präsident Richard Nixon unterzeichnete das Gesetz im Oktober 1972. 14 Jahre lang lief dieses Programm mit bemerkenswert niedrigen Verwaltungskosten. Insgesamt flossen 85 Milliarden US-Dollar an amerikanische Gemeinden.
Warum dezentrale Ausgaben funktionierten
Das Hauptargument für diesen Ansatz war die Effizienz. Warum sollte Washington, D.C. einer Kleinstadt in Ohio vorschreiben, wie sie ihr Budget ausgeben soll? Die Logik war, dass die lokalen Beamten näher an den Problemen sind. Sie wissen, ob die Schlaglöcher gefüllt werden müssen oder ob die Bibliothek einen neuen Flügel braucht.
Die Bundesregierung hat nur wenige Einschränkungen erlassen. Sobald das Geld in der örtlichen Staatskasse landete, entzog es sich weitgehend der Kontrolle durch die Gewährungseinheit. Staaten und Kommunen waren nicht unbedingt verpflichtet, diese Mittel mit ihrem eigenen Geld zu verdoppeln, konnten es aber auch tun.
Dieser Mangel an Bedingungen zog ein breites Spektrum von Nutznießern an. Es waren nicht nur die riesigen Städte. Auch Kleinstädte und Landkreise erhielten direkte Bundeshilfe. Das System wurde auf Inklusion ausgelegt.
Verkehrsregeln
Freiheit bedeutete nicht Chaos. Es gab Leitplanken.
- Öffentliche Anhörungen: Die Gemeinden mussten Versammlungen abhalten, um die Ausgaben zu besprechen.
- Keine Diskriminierung: Die Mittel dürfen nicht in diskriminierender Weise verwendet werden.
- Prüfungen: Öffentliche Prüfungen waren obligatorisch, um Transparenz zu gewährleisten.
Diese Anforderungen stellten die Rechenschaftspflicht sicher, ohne die lokale Autonomie einzuschränken. Das in Form von Bundessteuern eingenommene Geld wurde direkt an die Landes- und Kommunalverwaltungen weitergegeben. Die empfangenden Einheiten mussten nachweisen, dass sie ihren Wählern zuhörten, behielten aber die Freiheit, Geld auszugeben.
Die Zahlen hinter dem Experiment
Der Umfang des Programms war beträchtlich. Im Laufe seiner 14-jährigen Laufzeit erreichten 85 Milliarden US-Dollar die amerikanischen Gemeinden. Dies war eine erhebliche Kapitalspritze für die lokale Infrastruktur und Dienstleistungen.
Die Verwaltungskosten blieben während der gesamten Operation äußerst niedrig. Diese Effizienz wird häufig von Befürwortern einer dezentralen Finanzierung angeführt. Dies deutet darauf hin, dass durch den Abbau von Bürokratieschichten mehr Dollar für die tatsächliche öffentliche Verwendung erhalten bleiben kann.
Das Programm endete 1986. Sein Vermächtnis bleibt ein Fallbeispiel des Fiskalföderalismus. Es zeigt, was passiert, wenn eine Regierung auf höherer Ebene den Entscheidungsträgern auf niedrigerer Ebene vertraut. Der Kompromiss ist klar. Sie gewinnen lokale Reaktionsfähigkeit. Sie nehmen den Mangel an zentraler Aufsicht in Kauf.
Ökonomen diskutieren immer noch über die langfristigen Auswirkungen solcher uneingeschränkten Transfers. Einige behaupten, es habe zu verschwenderischen Ausgaben geführt. Andere behaupten, es habe Gemeinschaften in die Lage versetzt, ihre eigenen Probleme zu lösen. Die Daten aus dem Zeitraum 1972–86 bieten ein konkretes Beispiel für diese Dynamik. 85 Milliarden Dollar sind eine Menge















